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Die digitale Bildungsrevolution

Der radikale Wandel des Lernens und wie wir ihn gestalten können

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Humboldt 4.0 – Weiterbildung auf dem Weg in das digitale Zeitalter

Neue Chancen und Möglichkeiten für Bildungsanbieter und Unternehmen
Gut zweihundert Jahre nachdem Wilhelm von Humboldt mit seiner Idee eines einheitlichen allgemeinen Schulsystems das Bildungswesen in Deutschland revolutioniert hat, stehen wir heute abermals vor einem gravierenden Umbruch in der Bildungslandschaft.
 
Die Digitalisierung, die wachsende Durchdringung nahezu aller Lebensbereiche mit immer leistungsfähigeren Informations- und Kommunikationstechnologien, verändert unsere Gesellschaft tiefgreifend. Die Bundesregierung trägt der immensen Bedeutung der Digitalisierung Rechnung und hat unter dem Begriff „Industrie 4.0“ ein Forschungsprojekt ins Leben gerufen, das sich mit der Umsetzung der Digitalisierung und ihren Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft befasst. In der Tat kann die Verzahnung der industriellen Produktion mit modernster Informations- und Kommunikationstechnik als eine neue industrielle Revolution bezeichnet werden.
 
In der Arbeitswelt erfordern der Einsatz der Informationstechnologie und die wachsende Vernetzung und Koppelung aller Abläufe von den Mitarbeitern nicht nur umfassende technische Kompetenz, sondern auch die Fähigkeit zur Kooperation und Kommunikation, sei es mit dem Kunden, dem Zulieferer, dem Kollegen oder dem Projektpartner. Branchen verschmelzen, herkömmliche Berufsbilder verschwinden, neue Berufe mit sich permanent verändernden Anforderungen entstehen. So sind in der Zukunft vermehrt Generalisten mit einer breiten Wissensbasis und der Fähigkeit zum interdisziplinären Denken und Handeln gefragt.
 
In diesem Szenario muss sich auch das betriebliche Lernen verändern. Hier reicht es nicht, die Grundausbildung an den Anforderungen der Digitalisierung auszurichten, sondern es ist eine ständige Weiterbildung notwendig. Die Mitarbeiter müssen kontinuierlich aus der Arbeit und während der Arbeit lernen und so für ihre neuen Aufgaben befähigt werden. Seminare in der herkömmlichen Form können dies kaum leisten, denn sie entfernen die Mitarbeiter für viele Stunden oder sogar mehrere Tage von ihrer Arbeit und haben oftmals wenig zu tun mit den konkreten Aufgaben der Mitarbeiter und der Strategie des Unternehmens. Gefragt sind vielmehr passgenaue Weiterbildungs-, Lern- und Trainingsangebote, die konsequent auf den konkreten praktischen Arbeitseinsatz zugeschnitten sind. Diese Angebote müssen von den Mitarbeitern orts- und zeitunabhängig dann wahrgenommen werden können, wenn tatsächlich Bedarf besteht, ergänzt durch informelle Bildung im Erfahrungsaustausch mit anderen. Das digitale Lernen ist für diese neuen Anforderungen die ideale Weiterbildungsform.

Presse

Industrie 4.0 zieht in die Berufsschule ein
In der „Azubi-Cloud“ Arbeitsanweisungen empfangen, Maschinen vom Tablet aus steuern und im Hightech-Labor die Fabrik der Zukunft kennenlernen: Digitalisierung ist längst Alltag für Lehrlinge. Wie die neue Azubi-Generation heranwächst.
Digitale Bildung
Mitarbeiter erwarten heute digitale Weiterbildungen
Die Digitalisierung macht ständige Weiterbildungen nötig, aber auch möglich, sagt die Bildungsexpertin Britta Kroker. Das stellt die Personalentwicklung auf den Kopf.
Ausgelernt gibt es nicht
Betriebliches Lernen muss sich verändern, sagt die Unternehmerin Julia Dellnitz. Teams sollten künftig viel praktischer werden und permanent Neues dazulernen.
Humboldt gegen Orwell
Die Digitalisierung verändert die Bildung so stark wie zuvor nur der Buchdruck und die Schulpflicht.

Digitaler Weiterbildungscampus

Die vimotion GmbH hat die Notwendigkeit der Anpassung der Weiterbildung an die Erfordernisse der digitalisierten Wirtschaft und Gesellschaft erkannt und mit dem Digitalen Weiterbildungscampus, der vom Land Baden-Württemberg gefördert wird, eine zentrale Plattform für die Weiterbildung geschaffen. Sie bietet Bildungsträgern ebenso wie Unternehmen, die ihre innerbetriebliche Weiterbildung digital ausrichten möchten, eine zuverlässig arbeitende zentrale Infrastruktur, die den Austausch und die gemeinsame Nutzung digitaler Lerninhalte ermöglicht und dabei die Anforderungen des Datenschutzes, der Datensicherheit sowie alle relevanten rechtlichen Fragen berücksichtigt. Unterschiedlichste Anwendungen werden unter einer gemeinsamen Oberfläche vereint. Gleichzeitig ist die Nutzung der Plattform individualisierbar, das heißt sie kann an den Webauftritt der Bildungseinrichtung bzw. des Unternehmens angepasst werden. Dadurch ist gewährleistet, dass jeder Anbieter dem Lernenden eine spezifische Lehr- und Lernumgebung zur Verfügung stellen kann.
 
Bislang war die Weiterbildungslandschaft stark pluralistisch geprägt durch zahlreiche Volkshochschulen, kirchliche und private Bildungsträger mit einem in der Regel auf die Region begrenzten Angebot. Was in früheren Zeiten als Vorteil angesehen werden konnte, gerät angesichts der Digitalisierung immer mehr zum Nachteil: Viele kleinere Einrichtungen können den neuen Anforderungen in Bezug auf die finanzielle Ausstattung, Datenschutz und juristische Absicherung nicht mehr nachkommen. Wenn diese regionalen Träger wegfallen, droht eine Monopolisierung bzw. digitale Spaltung des Weiterbildungsmarktes und somit auch eine digitale Spaltung der Bevölkerung. Der Digitale Weiterbildungscampus ist so konzipiert, dass er zum Erhalt der breit gestreuten, lokal verankerten Weiterbildungslandschaft, die aus gesellschaftlichen Gründen nach wie vor wünschenswert und förderungswürdig ist, beiträgt und einer digitalen Spaltung des Weiterbildungsmarktes und der Bevölkerung entgegenwirkt.
 
Mit dem Digitalen Weiterbildungscampus ist es auch kleineren und mittleren Weiterbildungsträgern sowie Unternehmen möglich, eigene E-Learning-Angebote zu entwickeln und neue Zielgruppen und Adressatenkreise zu erschließen. Auch Bildungsinteressierte, die nicht unmittelbar vor Ort leben, können auf diese Weise angesprochen werden, was zu einer besseren Verbreitung und Vermarktung der Bildungsangebote führt. Der Digitale Weiterbildungscampus bietet den beteiligten Bildungsträgern und Unternehmen umfassende technische und juristische Unterstützung und die Vorteile einer großen, zentralen technischen Infrastruktur (Synergieeffekte, Wirtschaftlichkeit, Datensicherheit, Datenschutz, aktuelles technisches Know-how usw.) mit gleichzeitiger Minimierung des finanziellen und juristischen Risikos. So können sich die Mitarbeiter der Bildungsträger bzw. der weiterbildenden Unternehmen auf ihre tägliche Arbeit und ihre Kernkompetenzen, das Lehren und die Betreuung der Teilnehmer, konzentrieren.
 
Weiterbildung wird auf diese Weise professionalisiert, effektiver gestaltet, qualitativ hochwertiger und kommt flächendeckend einem breiten Adressatenkreis zugute. Wissen wird allen zugänglich, nicht nur denjenigen, die zufällig vor Ort wohnen. Die Lerninhalte können gezielt und flexibel an den Bedarf, die Anforderungen und die individuellen Bedingungen der Teilnehmer und des Unternehmens angepasst werden. Vielfältige Möglichkeiten der Betreuung und des gegenseitigen Austauschs runden das Leistungsspektrum des Digitalen Weiterbildungscampus ab.
 
Der Digitale Weiterbildungscampus, der von der vimotion GmbH betrieben wird, ist geradezu prädestiniert für eine gemeinsame Präsentation der Bildungsanbieter und ihrer Angebote. Auf diesem „Marktplatz für digitale Weiterbildung“ sind die Bildungsangebote tagesaktuell sichtbar, können verlinkt, diskutiert, verglichen, getestet, bewertet und vor allem gebucht werden. Autoren von Lerncontent können neue Vertriebswege erschließen, ein Lizenzmanager regelt die juristisch abgesicherte Vergabe von Lizenzen. Durch die Nutzung von Schnittstellen müssen technische Lösungen nur einmal entwickelt werden. Die Vertriebspartner bewegen sich auf einem einheitlichen technischen Standard. Überregionale Netzwerke entstehen, die zur Lösung didaktischer und technischer Fragestellungen kooperieren.